Unterwegs
Das letzte kunterbunte Feierwochenende - der Karnevalssonntag
Der Karnevalssonntag stand zunächst ganz im Zeichen der „Hellije Mess an Fastelovend 2012 en St. Pankratius zo Wurringe“. Als um 11.00 Uhr unter den Orgelklängen vum Orjelsmann Ekkehard Isenberg Prinz Bernd I. und sein Hofstaat in feierlicher Prozession durch die bis auf den letzten Platz gefüllte Kirche, geleitet vum Pastur Stephan Weißkopf und begleitet von den Fahnenabordnungen aller Karnevalsgesellschaften, dem MGV, dem KIKA und der Karnevalszuggesellschaft, ging, wurde jedem der besondere Moment bewusst.
In seiner Predigt betonte die kunterbunte Vielfalt der Narretei auch als Zeichen auch für die Vielfältigkeit des Glaubens und des Lebens. Das kunterbunte Motto wurde unter anderem auch das Liederheft für die Messe symbolisiert, denn auf dem Titelbild ist das kunterbunte „Richter-Fenster“ aus dem Kölner Dom abgebildet. Viele Karnevalisten waren in den Gesellschaftsuniformen erschienen, viele Gottesdienstbesucher, besonders die Kinder, hatten Kostüme an. Es folgte eine in weiten Teilen in Kölsch gestaltete Festmesse, die vom Kirchenchor Cäcilia und vom kleinen Pankratiuschor musikalisch begleitet wurde. Unter großen Applaus sang der kleine Pankratiuschor zum Abschluss der Messe „Kumm loss mer fiere“, was sich viele Gottesdienstbesucher nicht zweimal sagen ließen, denn sie folgten der Einladung, „vör Pasturs Trapp, zo singe un zo schunkele.
Elio Pulera vom Comitato Italiano hatte in diesem Jahr die Moderation übernommen und erklärte noch einmal die Bedeutung der vier Grielächer-Farben: Grün für die Hoffnung, Rot für die Liebe, Weiß für die Unschuld und Gelb für die Fröhlichkeit. Mit Wurringe Alaaf brachte er die Glückwünsche der Gemeinde zum Ausdruck und mit Blick auf den blau-weißen Himmel und mit der Aussicht auf blauen Himmel am Rosenmontag, stellte er fest, dass alles Hoffen und Wünschen für gutes Wetter genützt hätten. Zu den Klängen vom Bundestambourkorps Frisch-Auf sang Ute Mies dann auf Pasturs Trapp den Prinzenschlager. Prinz Bernd I. strahlte mit der Sonne um die Wette und freute sich auf den Kinderzug, der kurze Zeit später folgte.
Nachdem, wie in den Jahren zuvor, die Schulkinder auf Kommando des Prinzen bunte Luftballons mit ihren Namenskärtchen steigen ließen, gab Zugleiter Paul-Heinz Wirtz pünktlich das Zeichen zum Start des Kinderzuges. Unter dem Motto "Pänz em Fasteleer e herrlich Farbenmeer“ hatte der KIKA seinem früheren Chef einen fantastischen Zug mit schönen Wagen und phantasievoll gekleideten Kindern präsentiert. Prinz Bernd I. musste den Zugweg auch nicht selbst laufen, sondern er hatte von seinem KIKA noch einmal den Regiewagen, auf dem er schon in seiner letzten Session als KIKA-Chef fahren durfte, zusammengebaut bekommen, auf dem er dann als Überraschung von zwei Mitgliedern der Ärm Söck durch das Dorf gezogen wurde.
Nach dem Zug erhielten alle teilnehmenden Kinder aus den Händen des Prinzen und des Hofstaates als Dank ne Büggel Söß und einen “Prinzenball“, gesponsert von der Raiffeisenbank Frechen-Hürth eG, Zweigstelle Worringen.
Beim anschließenden Empfang des KIKA in der Aula lobte Prinz Bernd I. seine früheren Mitstreiter für den tollen, kunterbunten Zug und gratulierte nochmals herzlich zum 40. Geburtstag.
Der Abend stand dann ganz im Zeichen der Mallorca-Party im Vereinshaus. Stars der Mallorca-Szene, wie die Lokalmatadoren Jörg und Dragan, „Die Autohändler“, brachten mit ihren Stimmungshits den Saal zum Kochen. Die meist jugendlichen und jung gebliebenen Fans dankten es ihnen mit Zugaberufen. Medden im Gewöhl wurden auch immer wieder seine Tollität beim abrocken gesichtet, nur noch übertroffen von seinen raderdollen Hofdamen.
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